Fridays for future – Schulschwänzer oder ehrenhaftes Engagement?

Der momentane Trend, durch wöchentliche Schulstreiks auf die Probleme des Klimawandels hinzuweisen und Druck auf die Politiker auszuüben, durchläuft derzeit nicht nur viele Städte Deutschlands, sondern auch Österreich, die Schweiz, Kanada, Finnland und viele mehr.

Und die Zahl der Schüler und Studenten, die teilnehmen, steigt mit jedem Streik. So war die erste Protestierende und nun Vorbild der weltweiten Aktion die 16-jährige Greta Thunberg, die sich seit mehreren Monaten jeden Freitag während der Schulzeit vor dem Parlament ihres Heimatlandes Schweden für das Klima einsetzt. Genauer gesagt: für das Übereinkommen von Paris, bei dem sich bereits 196 Mitgliedsstaaten dem Klimaschutz verpflichtet haben. Passiert ist trotz der Teilnahme an dem Klimaschutzabkommen jedoch wenig, und genau das will Fridays for Future ändern, da die Zukunft der Erde und die ihrer Jugendlichen auf dem Spiel steht.

Aktuelle Forderungen (der Jugendlichen in Deutschland) ist unter anderem der direkte Kohleausstieg ohne Fristzeiten, da die Treibhausemissionen durch die Förderung von Öl, Kohle und Gas stark beeinflussen und somit den Klimawandel vorantreiben.

Kritik an den wöchentlichen Streiks übt unter anderem der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, er „ (…) fände es glaubwürdiger, wenn Schüler nach der Schulschluss auf die Straße gingen“.

Tatsächlich wird die Grundproblematik des beschleunigten Klimawandels von vielen Seiten als Problem gesehen, doch der Fakt, dass der Streik vorwiegend freitagvormittags während der Schulzeit durchgeführt wird und somit zu vielen Fehlstunden bei engagierten Schülern führt, löst weltweit Kritik aus.

Um zu zeigen, dass es hierbei nicht um das Verpassen von Unterricht geht, fand die letzte Demonstration in Nürnberg erst am Freitagnachmittag nach Unterrichtsschluss statt. Und trotz der geänderten Zeit hat sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zum ersten Streik in Nürnberg von 300 auf ungefähr 600 Schüler verdoppelt.

„Wir sind nicht hier, um die Schule zu schwänzen, liebe Kritiker, sondern um unsere Zukunft zu retten.“ So lautet die Aussage einer Rednerin in Nürnberg, die darauf verweist, dass das Jugendprojekt von den Schülern und Studenten ernst genommen wird und sich vermutlich zu einer längerfristigen Protestbewegung entwickeln wird, bis die Politiker beginnen zu handeln.

 

“Why should I be studying for a future that soon may be no more, when no one is doing anything to save that future?”

-Greta Thunberg, 16-jährige Klima-Aktivistin im Streik

 

Quellen:

www.fridaysforfuture.de

http://www.nordbayern.de/region/zweite-protestaktion-600-schuler-streiken-fur-die-umwelt-1.8609246

https://www.nrz.de/politik/schule-und-campus/fridays-for-future-laschet-kritisiert-schuelerdemos-id216377605.html